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Berlin wird heute oft mit Start-ups, Kultur, Kreativwirtschaft und Technologie verbunden.
Doch diese Stadt war immer auch eine Stadt der Produktion.
Hier wurde gegossen, geschmiedet, gedruckt, genäht, gebraut, gebacken, destilliert, geröstet und verpackt.
Aus kleinen Werkstätten wurden Unternehmen. Aus Rezepturen wurden Marken. Aus Ideen wurden Produkte, die irgendwann selbstverständlich zu Berlin gehörten.
Genau deshalb sind Manufakturen für uns mehr als Hersteller. Sie bewahren Wissen, schaffen Neues und geben einer Stadt Geschmack, Form und Identität.
Eine Stadt besteht nicht nur aus Straßen und Häusern. Sie besteht auch aus den Dingen, die Menschen dort machen.
Berliner ManufakturkulturKaiserreich. Industrialisierung. Goldene Zwanziger. Krieg. Teilung. Mauerfall. Wiedervereinigung.
Einige Berliner Unternehmen haben all diese Zeiten überstanden.
Mampe reicht mit seiner Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück. Sawade fertigt seit 1880 Pralinen in Berlin. Confiserie Reichert steht seit 1882 für Berliner Konditorkultur. Erich Hamann machte sich 1912 mit seinen herben Schokoladen selbstständig. Aseli produziert seit 1921 seine berühmten weißen Schaumzuckermäuse.
Solche Unternehmen bewahren nicht einfach alte Namen. Sie bewahren Rezepturen, Techniken, Erfahrungen und Geschichten.
Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Berlin zu den bedeutendsten Industriezentren Europas.
Maschinenbau, Elektroindustrie, Bekleidung, Lebensmittelproduktion, Druckereien und unzählige kleinere Betriebe prägten die Stadt.
Produktion fand dabei nicht nur in riesigen Fabriken statt. Hinter Berliner Wohnhäusern entstanden Gewerbehöfe, Werkstätten und kleine Betriebe.
Diese Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Produzieren gehört bis heute zum Stadtbild – selbst wenn viele alte Produktionsorte inzwischen Restaurants, Ateliers, Büros oder Wohnungen beherbergen.
Manufakturen erhalten Techniken, Rezepturen und Erfahrungen, die sich nicht einfach in einer Anleitung ersetzen lassen.
Kleine und mittelständische Betriebe schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und halten Produktion in der Stadt.
Produkte werden Teil eines Ortes. Irgendwann gehört eine Schokolade, ein Bier oder eine Praline genauso zur Stadt wie eine Straße oder ein Kiez.
Tradition heißt nicht, Dinge für immer gleich zu machen. Tradition heißt, zu wissen, woher man kommt – wenn man etwas Neues macht.
Nicht jede Berliner Manufaktur muss hundert Jahre alt sein.
Tradition beginnt schließlich irgendwann.
Heute stehen bekannte Berliner Marken neben einer neuen Generation von Röstereien, Brauereien, Destillerien, Gewürzmanufakturen, Süßwarenherstellern und Lebensmittel-Start-ups.
Knalle interpretiert Popcorn neu. BRLO und Lemke gehören zur modernen Berliner Bierkultur. Berliner Brandstifter, Spreebrand und andere Produzenten entwickeln Spirituosen in der Hauptstadt. Berliner Kaffeerösterei steht für lokale Röstkultur. Ostmost verbindet Getränke mit dem Erhalt von Streuobstwiesen.
Andere Unternehmen arbeiten mit Schokolade, Gewürzen, Honig, Saucen, Nüssen, Kombucha oder alkoholfreien Getränken.
Unterschiedliche Generationen. Unterschiedliche Produkte. Dieselbe Stadt.
Eine Stadt, in der nur noch konsumiert wird, verliert etwas.
Manufakturen halten einen Teil der Wertschöpfung dort, wo die Produkte entstehen.
Sie bringen Hersteller, Lieferanten, Gestaltung, Verpackung, Handel und Gastronomie zusammen.
Sie schaffen Möglichkeiten für Kooperationen und neue Produkte. Sie können regionale Lieferketten stärken. Und sie machen sichtbar, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht nur aus großen Unternehmen entstehen muss.
Gerade Berlin lebt von dieser Mischung: Traditionsunternehmen neben jungen Gründungen, Handwerk neben Technologie, Erfahrung neben Experiment.
In unserem Sortiment und Netzwerk treffen Berliner Traditionsmarken, junge Manufakturen, Getränkehersteller, Röstereien, Verlage, Produzenten und spezialisierte Partner aufeinander.
Eine Manufaktur ist zunächst nur ein Ort, an dem etwas hergestellt wird.
Doch wenn Menschen über Jahre Wissen weitergeben, Produkte verbessern, neue Ideen ausprobieren und mit ihrer Stadt verbunden bleiben, entsteht etwas Größeres.
Eine Marke. Eine Geschichte. Vielleicht irgendwann eine Tradition.
Berlin verändert sich ständig.
Gut, dass manche Dinge hier immer noch gemacht werden.
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