Friedrichshain DDR – Karl-Marx-Allee, Plattenbau und Strassenbahn in Ost-Berlin in den 1970er Jahren

Friedrichshain wie es einmal war

FRIEDRICHSHAIN WIE ES EINMAL WAR

In den 1960er, 70er und 80er Jahren erlebte der Berliner Stadtteil Friedrichshain tiefgreifende Veränderungen, die seinen Charakter nachhaltig prägten. Die rbb-Dokumentation „Friedrichshain wie es einmal war“ beleuchtet diese bewegte Zeit und bietet einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und die Entwicklungen des Bezirks.

Zwischen Bersarinplatz, Warschauer Straße, Karl-Marx-Allee und dem damaligen Leninplatz entstand ein Bezirk voller Gegensätze: Arbeiterkiez, Industriegebiet, Neubauquartier, Kulturort und Heimat vieler Berlinerinnen und Berliner.

Doku-Tipp: Friedrichshain wie es einmal war | 60er, 70er & 80er in Ost-Berlin

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Sendung: Friedrichshain wie es einmal war | Berlin erleben | rbb
Ein Film von: Ulrike Licht & Svenja Weber
Erstausstrahlung: 27.12.2022 im rbb Fernsehen

Die 1960er Jahre: Wiederaufbau und Industrialisierung

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs stand Friedrichshain vor der Herausforderung des Wiederaufbaus. Der Bezirk entwickelte sich zu einem bedeutenden Industrie- und Arbeitergebiet in Ost-Berlin.

Große Betriebe wie das VEB NARVA Berliner Glühlampenwerk prägten das wirtschaftliche Leben und boten vielen Menschen Beschäftigung. Auch der VEB Berliner Damenmoden gehörte zu den wichtigen Betrieben im alten Friedrichshain.

Die 1970er Jahre: Neubauten, Alltag und Kiezleben

In den 1970er Jahren veränderte sich Friedrichshain städtebaulich stark. Es entstanden rund 22.000 Neubauwohnungen, flankiert von Altbauten, großen Betrieben und breiten Straßenachsen.

In dieser Zeit lebten zwischen Bersarinplatz, Warschauer Straße, Karl-Marx-Allee und Leninplatz genau 145.654 Menschen. Das moderne Centrum Warenhaus am Ostbahnhof, der Volkspark Friedrichshain und der berühmte Märchenbrunnen wurden zu wichtigen Treffpunkten im Alltag.

Die 1980er Jahre: Kultur, Freizeit und gesellschaftlicher Wandel

Die 1980er Jahre brachten neue kulturelle Impulse in den Bezirk. Einrichtungen wie das Sport- und Erholungszentrum SEZ wurden zu beliebten Freizeitorten. Gleichzeitig entwickelte sich in Friedrichshain eine alternative Szene, die den Bezirk zunehmend prägte.

Diese Zeit war auch von gesellschaftlichen Diskussionen und einem wachsenden Bedürfnis nach Veränderung geprägt. Die Spannungen und Hoffnungen der späten DDR-Jahre spiegelten sich auch im Leben des Bezirks wider.

Prominente Erinnerungen an den alten Friedrichshain

Die rbb-Dokumentation lebt nicht nur von historischen Aufnahmen, sondern auch von persönlichen Erinnerungen. Viele Berlinerinnen, Berliner und bekannte Persönlichkeiten erzählen, wie sie den alten Friedrichshain erlebt haben.

  • Schauspielerin Marijam Agischewa
  • Puhdys-Legende Dieter „Quaster“ Hertrampf
  • Kult-Moderator Gerhard „Adi“ Adolph
  • Pfarrer Rainer Eppelmann
  • Journalistin Abini Zöllner
  • Historiker Dirk Moldt
  • Radsportlegende Jürgen Geschke
  • Ur-Berlinerin Tamara Hentschel
  • Schauspielerin Anne-Sophie Briest, Enkelin des Ostberliner Star-Architekten Hermann Henselmann

Fazit: Friedrichshain zwischen Industrie, Alltag und Aufbruch

Die Jahrzehnte zwischen 1960 und 1990 waren für Friedrichshain eine Zeit des Umbruchs und der Neudefinition. Die Mischung aus industrieller Entwicklung, städtebaulichen Veränderungen, sozialem Leben und kultureller Vielfalt machte den Bezirk zu einem einzigartigen Ort in Ost-Berlin.

Die rbb-Dokumentation „Friedrichshain wie es einmal war“ fängt diese Dynamik eindrucksvoll ein und lädt dazu ein, die Geschichte dieses faszinierenden Stadtteils neu zu entdecken.

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